













Hier noch die restlichen versprochenen Bilder. Marysol steht jetzt wieder an Land und wir sind wieder in Oldenburg und genießen das “kühle” Wetter. Die letzte gemessene Temperatur unter Deck von MarySol war 50 Grad, dann tillte das Thermometer. Die Abreise war noch etwas abenteuerlich. Am Morgen erfuhren wir durch Zufall, dass die Taxifahrer auf Kos streiken, so dass wir für die Tour vom Hafen Kos zum Flughafen eine längere Zeit einplanen mussten, das hieß eine frühere Fähre nehmen. Die fuhr aber schon 6 Stunden früher als eingeplant. Wir also im Galopp Plane auf das Boot, Sachen packen und ab zum Flying Dolfin von Leros nach Kos. Auf dem Weg kam es fast noch zu einer Kollision mit einem anderen Flying Dolfin, die nur durch starkes Abbremsen des einen und 90Grad-Kursänderung des anderen Bootes verhindert werden konnte. Da stieg der Adrenalinspiegel dann noch einmal ziemlich an. Das hätte noch gefehlt, dass wir alle Überfahrten mit MarySol unbeschadet überstehen und wir von einem Flying Dolfin mit übergemangelt werden. In Kos stellte sich heraus, dass nicht nur die Taxifahrer streiken, sondern auch die Busfahrer. 14 Kilometer zu Fuß mit Gepäck war uns dann doch zu weit, also versuchten wir einen Mietwagen zu bekommen. Die Mietwagenfirmen witterten aber eine Chance, einen schnellen Euro zu machen und wollten unverschämte Preise für die Einwegmiete. Inzwischen hatten sich die Busfahrer aber wieder umbesonnen und wir konnten doch noch halbwegs pünktlich am Flughafen sein. Wir konnten uns wirklich glücklich schätzen, dass nicht die Piloten oder das Bodenpersonal oder.. oder.. oder gestreikt haben. So sind wir jetzt wieder zu Hause und finden es prima, genauso wie wir uns auf das nächste Jahr freuen auf eine Tour in die Östlichen Sporaden und in die Türkei. Rover ist nach einem dreiwöchigen Heimaturlaub wieder auf Tour und wird jetzt von uns auf dem Blog verfolgt.
geschrieben am 21. Juli 2011 um 22:38 Uhr von marysol
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Samos war mal wieder ein Highlight, obwohl wir schon so oft hier waren. Die Bergdörfer Vourliotes oder Manolates sind wirklich nett, die Quelle Pnaka mit einer schönen Taverne und Blick auf das Meer, Oregano und Salbei pflücken, am Kiesstrand von Kokkari sich den Wind um die Nase wehen lassen…. einfach schön. Die aktuelle Lage sieht jedoch anders aus. Marysol steht seit heute Morgen in Leros an Land. Alles hat reibungslos geklappt. Seit zwei Tagen machen wir Marysol bei einer Affenhitze winterfest. Leinen und Boot entsalzen, Fender schrubben, Teakbank ölen, Holz überstreichen usw . Das alles bei einer Affenhitze. Unter Deck waren heute 40Grad und es kam uns im Vergleich zu “draußen” kühl vor. Jede Bewegung erzeugt einen Schweißausbruch. Das Gute daran ist, dass wir uns jetzt wirklich auf das kühle, nasse Wetter in Oldenburg freuen, auch wenn die Freude sicher nicht lange andauern wird. Es war eine tolle Reise mit unbeschreiblich vielen verschiedenen Eindrücken, die wir Meter für Meter intensiv erlebt haben. Aber genauso freuen wir uns jetzt auf unser Zuhause. Es gibt auch noch eine Menge Fotos, die nachgeliefert werden. Danke an alle, die uns wieder begleitet haben auf unserer Reise.
geschrieben am 19. Juli 2011 um 22:28 Uhr von marysol
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Nachdem das Wochenende vorbei war, wurde es wieder richtig gemütlich auf Leros, so wie wir es kennen. Das nächste Ziel Arki, weiter im Norden war etwas schwierig zu erreichen, denn der Wind pustet ununterbrochen mit 5 -6 Windstärken aus nördlichen Richtungen. Die Schaukelei hat sich aber wirklich gelohnt. Arki ist wirklich süß. Es gibt eine kleine Pier für ein paar Boote, einen Kiosk auf der Pier und 2 Tavernen, sonst viel Ruhe, einen Strand und- wie soll es anders sein - türkisblaues Wasser. Mit Sonnenhut und Wasser bewaffnet sind wir ein bisschen über die Insel gelaufen, auf der unerwartet wenig los war. Selbst die Wirte beklagten, dass es außer am Wochenende wenig los sei. Für uns ja nur gut. Nach 2 Tagen ging es zu unserer letzten Etappe auf dieser Reise - nach Samos, wo wir auch schon häufig ohne Boot waren. Die Tour hierher war richtig ätzend, Wind absolut von vorne und hohe Kreuz-undQuerwellen, die Marysol noch einmal so richtig durchgeschaukelt haben - uns natürlich auch. Die Belohnung ist eine schöne Ankerbucht in Pythagorion, dem Haupttouristenort. Wir haben uns gleich ein Moped für 3 Tage geliehen und sind gestern in die Bergdörfer gefahren, von denen aus man einen tollen Blick hat. Samos ist eine grüne Insel, besonders im Norden gibt es noch richtige Wälder und die Hänge mit den Zypressen erinnern mehr an die Toskana als an Griechenland. Fotos folgen heute Abend!!!
geschrieben am 15. Juli 2011 um 08:09 Uhr von marysol
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Nissiros hat einen Vulkankrater, der ordentlich nach Schwefel “duftet”, einige Fumarolen rauchen vor sich hin und es gibt Ablagerungen von gelben Schwefelkristallen. Ansonsten ist es eins: heiß…..Nach diesem unvermeidlichen Besuchsprogramm machten wir uns auf den Weg nach Kos, um in der Kos Marina Wasser aufzutanken, das Boot zu entsalzen und zu tanken, aber es ist Hochsaison und es gab keinen Platz. So ging es weiter nach Kalimnos, die Insel mit der wir einfach nicht warm werden, zumindest was die Liegeplätze und Häfen betrifft. Vathy ist eng, voll und laut, eine Ankerbucht im Norden liegt neben einer Fischfarm (riecht lecker) und Kalimnos Stadt bietet Liegeplätze direkt an der Straße. Für eine Nacht ging es. Am nächsten Morgen knüppelten wir Marysol dann gegen den Wind nach Leros, auch eine Insel, auf der wir schon ein paar Mal waren, und waren ziemlich geschockt. Vor dem Ort lagen 20 - 30 Boote, zum Teil Megayachten aus der Türkei. Von der ruhigen, beschaulichen Atmosphäre, die diese Bucht einmal hatte, war nichts mehr zu spüren. Wir haben uns wie früher in den Fischerhafen längsseits neben ein paar Fischer gelegt, die sehr nett waren und uns beim Anlegen halfen. So haben wir ein bisschen das “alte” Leros genießen können. Mit dem Moped sind wir zur Marina gefahren, wo Marysol den Winter verbringen wird und hatten einen sehr guten Eindruck. Alles superneu und alle geben sich viel Mühe. Bis dahin wollen wir noch ein paar Tage auf Samos verbringen, sind aber noch nicht sicher, ob es klappt, denn der Wind bläst ganz schön kräftig und wir müssen absolut gegenan.
geschrieben am 11. Juli 2011 um 07:56 Uhr von marysol
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Von Amorgos starteten wir sehr früh nach Levitha, um die windschwache Phase am Morgen auszunutzen, war aber eigentlich nicht nötig, denn es war einruhiger Tag. Levitha ist eine sehr karge Insel, auf der nur eine Familie lebt und ein paar Ziegen. Es gibt eine ruhige Bucht, in der man an Murings liegt und außer Baden, Lesen und Dösen gibt es nicht viel zu tun. Am Abend kann man bei der Familie auf dem Hof etwas essen. Für einen Tag wirklich ganz schön. Ein traumhafter Segeltag brachte uns dann nach Nissiros, das wir schon so oft mit und ohne Boot besucht haben. Hier ist alles fast so geblieben, wie wir es kennen. Für alle, die schon einmal mit uns hier waren: Tzampika und Nikos geht es gut, Krizanzia ist verheiratet und eine Tochter von 2 Jahren und das Essen im Aphrodite ist immer noch so lecker. Wir fahren auf der Insel mit dem Moped herum, sitzen zum Sonnenuntergang in Mandraki und sehen uns den Vulkankrater von Emporio aus an. Kurz. Es geht uns gut.
geschrieben am 8. Juli 2011 um 15:59 Uhr von marysol
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Eine ordentliche Brise brachte uns schnell nach Sifnos und zwar in die Ankerbucht bei Vathy. Eine tolle breite Bucht, mit viel Strand, noch mehr Tavernen und türkisem Wasser (Ich weiß, es kann keiner mehr hören). Hier hält sich der Tourismus noch in erträglichen Grenzen, wir ankerten in großem Abstand mit 4 Segelbooten. Am nächstenTag haben wir uns in die nächste Bucht nach Faros verholt, weil der Wind gedreht hatte und die Bucht ungemütlich wurde. Hier war es dann noch ruhiger, wir lagen ganz allein in einer Bucht mit der besten Taverne Griechenlands. Für uns Schleckermäulchen ist Sifnos, bekannt für ihre besonders gute Küche, genau das Richtige. Die gegrillten Shrimps, Ziege in Lemonsauce und Moussaka waren lecker wie sonst nirgendwo. Aber dieser tolle Abend rächte sich mit einer Höllennacht mit starkem Schwell und tausend Mücken. Nichts ist perfekt. Der Wind auf unserer Tour nach Schinoussa bescherte uns einen fröhlichen Mix aus Wind von NW, NO, SO und einem Schuss SW, das alles in verschiedenen Dosen mit einem Spritzer Fallböen und Wellen aus verschiedenen Richtungen. Das ganze natürlich immer ganz plötzlich, so dass wir von einem Augenblick auf den anderen Schräglage von gefühlten 90Grad bescherte. Reffen, Ausreffen, Segel runter, Segel rauf. So bleibt man fit. Ein tolles Erlebnis war die Sichtung einer Meereschildkröte. Schinoussa war im Revierführer beschrieben als total abgelegene, einsame Insel, wo man noch absolute Ruhe findet. Die Realität sieht etwas anders aus. In dem kleinen Hafenbecken lag schon eine Megayacht (wir dachten es sei die Fähre), die ihre Ankerketten über die ganze Bucht verteilt hat und es kamen ständig mehr Boote, die in abenteuerlichen Manövern Landleinen ausbrachten und Ankersalat produzierten. Der eigentliche Ort liegt hoch auf dem Berg und ist richtig schön herausgeputzt mit toller Aussicht. Gestern dann gab es einen absolut harten Törn bei 5 - 6 Windstärken, in dieser Gegend ist es vorbei mit Kaffeesegeln. Angesagt waren 2 - 3 Windstärken, so dass wir ohne Reff rausfuhren und bei der Schräglage und den hohen Wellen war an Herumturnen an Deck zum Reffen nicht zu denken. Also Augen zu und durch. Aber wir wurden, wenn auch etwas kreideweiß, mit der Entdeckung einer neuen Lieblingsinsel belohnt - Amorgos. Katapola, der Hafenort der Insel ist schon sehr hübsch, aber Chora, der hauptort auf dem berg bietet griechisches Postkartenidyll vom Feinsten. Absolut sehenswert ist auch das 1000 Jahre alte Kloster, dass hoch in die Steilfelsen gebaut wurde. Das zu sehen war jede der 600 Stufen wert. Am Abend gab es in einer Bar am Hafen den Film “The Deep Blue” oder “Im Rausch der Tiefe” zu sehen, der hier auf Amorgos gedreht wurde. Es gibt noch viele schöne Bilder, die aber erst morgen hochgeladen werden können. Also wieder reinsehen!!!
geschrieben am 6. Juli 2011 um 06:52 Uhr von marysol
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Glücklicherweise dauerte der Streik wirklich nur 2 Tage, was aber nicht heißt, dass dann mit voller Kraft gearbeitet wird. Die Organisation der ca. einstündigen Durchfahrt durch den Kanal ist ziemlich chaotisch. Kaum einer spricht verständliches Englisch, in der Bezahlstelle stehen die Leute Schlange, um den horrenden Preis für die Durchfahrt (für uns 150€) zu bezahlen. Von 3 Mitarbeitern arbeitet einer im Schneckentempo, während die anderen gelangweilt aus dem Fenster gucken und erstmal einen Kaffee trinken. Aber auch das gehört zu den Griechenlanderfahrungen. Der Wind führte uns dann nach Poros, einer Insel nahe der Peleponnes. Sehr touristisch, aber trotzdem mit Flair. Die Diskrepanz zwischen den kleinen blauen Fischerbooten, den schwarzgekleideten Omis und den millionenschweren Megajachten dazwischen ist schon manchmal etwas befremdlich. Die nächste Etappe führte uns gestern mit einem traumhaften Segeltag nach Kithnos, einer der Kykladeninseln. Die Insel ist karg, der Ort Loutra besteht aus den typischen weißen Würfelhäusern. Auch hier ist der kleine Fischerhafen voll von riesigen Motoryachten aus Athen, die hier für das Wochenende rübergerauscht kommen. Wir hoffen, das es auf den entfernteren Inseln etwas leerer wird. Unsere Reise neigt sich nun auch langsam dem Ende zu. Wir haben, nachdem wir voller Entsetzen die Preise verschiedener Marinas für einen Landliegeplatz für ein Jahr verglichen haben, einen relativ bezahlbaren Platz in Leros gefunden, wo wir am 18. Juli Marysol abstellen werden und nach Hause fliegen werden. Aber bis dahin gibt es noch viel zu entdecken.
geschrieben am 2. Juli 2011 um 09:21 Uhr von marysol
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Der griechische Wettergott meint es nicht so gut mit uns und beschert uns einen weiteren Tag Wind von vorne, so dass wir zeitweise mit 3,5 Knoten vorwärts kommen, aber nach 11 Stunden haben wir doch eine ordentliche Etappe auf dem Weg zum Kanal von Korinth geschafft und den sehr schönen Ort Galaxidi erreicht. Galaxidi quillt am Hafen über vor netten Tavernen und der Ort selbst ist so richtig gemütlich. Gestern ging es dann voller Erwarten Richtung Kanal, wo wir leider erst an der Einfahrt erfahren mussten, dass die Griechen mal wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen - nämlich streiken. Meistens war ja nur jeden Tag der Strom für ein paar Stunden weg, aber heute sind mal die von der Kanalverwaltung dran. So können wir erst am Donnerstag weiterfahren (Hoffentlich). Wir sind natürlich nicht die einzigen, die hier warten müssen, so sind die Häfen in der Nähe alle überfüllt. Zum Glück hat uns ein älterer Grieche an seinem Boot längsseits gehen lassen und uns zudem noch mit Unmengen interessanter Informationen über Inseln auf unserer Reiseroute versorgt. Mal wieder Glück gehabt. Heute haben wir einen Ausflug gemacht zum Antiken Korinth und uns in Epidavros das größte erhaltene griechische Theater angesehen, war wirklich beeindruckend, vor allem die Akustik.
PS. Wir sind im Moment etwas sparsam mit Bildern, weil wir nur ein gegrenztes Kontingent an MB haben. Manchmal ist es wegen des schlechten Empfangs nicht möglich, Bilder hochzuladen, dann werden sie nachgeliefert.
geschrieben am 29. Juni 2011 um 19:40 Uhr von marysol
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Von Meganisi ging es nach Kalamos zu einer Bucht, in der man vor einem verlassenen Dorf ankern kann. Das Dorf wurde nach dem Erdbeben 1953 verlassen, aber es stehen noch die Kirche, die Ruinen und viele Gerätschaften dort herum. Außerdem ist die Bucht landschaftlich sehr schön, man hört nur Grillen zirpen und die Glocken der Ziegen, die dort leben. Weiter nach Ithaka, der Insel des Odysseus. Mittlerweile fing der angekündigte Wind schon an zu pusten. Wir haben es geschafft, noch unbeschadet in dem sehr netten kleinen Hafen von Kioni festzumachen, andere mussten schon beim Anlegen wegen des Seitenwindes ordentliche Blessuren am Boot hinnehmen. Im Laufe des Nachmittags und Abends kam dann der angekündigte Sturm mit 8 - 9 Windstärken. Hektisch wurden Zweitanker mit Beibooten ausgebracht, einige hielten, andere nicht. Stühle und Tische flogen in den Hafen und sogar eine Katze wehte ins Wasser. Es war eine ziemliche Aufruhr im Hafen, die aber zu einer echt tollen “Nachbarschaftshilfe” führte. So saßen wir abends dann alle zusammen und waren froh, im Hafen zu sein. Einem Nachbarn hat die hektische Arbeit an den Ankern fast einen Finger gekostet, den er in die Ankerkette bekommen hat und er musste ins Krankenhaus gefahren werden. Am nächsten Tag sah es aus, als wäre nie Wind gewesen. So machten wir uns auf den Weg Richtung Patras, aber kaum waren wir auf dem Wasser, kam der Wind, aber leider von der falschen Seite, so dass wir uns einige Stunden gegenan gekämpft haben. Aber nun liegen wir hier in Mesolongi in einer Lagune, die so gar nicht griechisch aussieht mit ihren Stelzenhäusern, Morgen geht es weiter nach Korinth. Es kann sein, dass manchmal die Bilder später kommen als der Text!!
geschrieben am 27. Juni 2011 um 08:45 Uhr von marysol
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Nach unserer schönen Cabrioausflugsfahrt durch Apulien, die uns auf einer fantastischen Panoramastraße von Otranto über die Barockstadt Lecce und nach Gallipoli führte, sind wir am nächsten Morgen früh aufgebrochen mit Ziel Griechenland. Der Wetterbericht sagte schwachen Wind an, doch kaum waren wir aus der Hafenausfahrt heraus, fegte der Wind mit 5 - 6 Windstärken um das Kap und bescherte uns eine harte Tour von 50 Meilen mit hohen Wellen von der Seite, die Marysol ordentlich Lift fahren ließen und sich schon so gefährlich kräuselten, dass wir befürchteten, dass sie sich im Cockpit brechen. So eine Tour haben wir bisher noch nicht erlebt, aber das hat unser Zutrauen zu Marysol gestärkt. So sind wir mit 7 knoten, gerefftem Vorsegel und festgekrallt nach 8 Stunden endlich auf der griechischen Insel Othoni angekommen. Dort war viel Wind, aber ruhiges türkisblaues Wasser. Anker runter und ab ins wasser. Othoni hat allerdings so gar nichts von dem, was man sich von Griechenland erhofft. Viele neue Häuser und keine gute Atmosphäre. Also sind wir am nächsten Tag weiter nach Paxos in eine wunderschöne Ankerbucht mit traumhafter Taverne. Am nächsten Tag durch den Levkaskanal, kurzem Besuch der Stadt und Weiterfahrt zur kleinen Insel Meganissi, wo wir im Hafen von Vathi endlich das tolle Griechenland gefunden haben, das wir so lieben. Tolles Wasser , kleiner gemütlicher Hafen mit netten Tavernen und vielen netten Leuten. Hier werden wir erst einmal bleiben. Große Wäsche steht an und eine Inselerkundung mit dem Moped. Allerdings ist es hier so furchtbar heiß, dass man seine Aktivitäten automatisch schon in die Morgen- und Abendstunden verlagert. Vor 18uhr macht hier kein Laden wieder auf. (So viel zur viel diskutierten Arbeitsmoral der Griechen). Wir haben jetzt wieder einen Internetstick, aber die Verbindungen in griechenland sind wegen der Inseln und der hohen Berge häufig sehr schlecht, so dass wir uns wahrscheinlich nicht regelmäßig melden können. Wir würden uns sehr über Lebenszeichen unserer “Verfolger” freuen. Fotos sind hier leider nicht hochzuladen, kommen aber nach.
geschrieben am 24. Juni 2011 um 11:46 Uhr von marysol
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